Arbeitssicherheit

 

Arbeitschutz in den Werkstätten

Schraubstock an Werkbank Urheberrecht: lfp

Die Arbeit in Werkstätten birgt ein nicht zu unterschätzendes Risiko für unsere Gesundheit und körperliche Unversehrtheit. Um eine Gefährdung durch den Umgang mit Werkzeug , Maschinen oder gefährlichen Stoffen möglichst gering zu halten, müssen einige Verhaltensregen dringend beachtet werden.

  • Das Tragen von Sicherheitsschuhen ist Pflicht.
  • Bei einigen Arbeiten ist eine persönliche Schutzausrüstung, wie Brille, Gehörschutz, Handschuhe etc. notwenwendig. Bitte beachten SIe die entsprechenden Hinweise und Piktogramme.
  • Die Arbeitskleidung muss so gewählt sein, dass diese nicht von mechanischen Systemen erfasst werden kann. Längere Haare sind besonders gefährdet. Sie müssen durch ein Haarnetz oder ähnliches gesichert werden.
  • Schmuck wie Ketten und Ringe können ebenfalls zu einer Gefährdung führen und müssen gegebenenfalls abgelegt werden.
  • Die Benutzung von Maschinen ist nur nach einer Unterweisung durch den Kursbetreuer gestattet.
  • Im Falle einer chronischen oder akuten Erkrankung müssen Sie von sich aus besonders umsichtig sein und gegebenenfalls mit einem Arzt Ihre Arbeitsfähigkeit besprechen. Während einer Schwangerschaft ist die Teilnahme an den Werkstattterminen in der Regel nicht möglich.
  • Bitte arbeiten Sie immer mit Rücksicht und halten Sie bitte Ihren Arbeitsplatz sauber. Geordnete Arbeitsplätze sind Voraussetzung für Effizienz und Sicherheit.
  • Bei Störungen an Anlagen, Maschinen, Haustechnik oder allgemeinen Störungen des betrieblichen Ablaufs stellen Sie bitte die Arbeit ein und verständigen Sie einen Betreuer.
  • Bei Unfällen oder Verletzungen immer den Betreuer informieren. Auch kleine Verletzungen müssen in das Verbandsbuch eingetragen werden.

 

Arbeitsschutz in der Kunststoffwerkstatt

Arbeit Urheberrecht: LfP

Beim Arbeiten mit Kunststoffen ist Vorsicht geboten, die Komponenten enthalten giftige Substanzen, welche im Extremfall Allergien auslösen können; dies ist allerdings selten der Fall, zumal die Kontaktzeiten unserer Studierenden mit Gefahrstoffen recht kurz sind, die sogenannte "Arbeitsplatzbelastung" also in der Bilanz als niedrig einzustufen ist. Bereits bestehende Allergien, Hautkrankheiten (Beispiel: Psoriasis, Neurodermitis) oder chronische Erkrankungen der Atemwege können jedoch verstärkt werden, das passiert leider öfter.

Als persönliche Schutzausrüstung ist das Tragen von Latexhandschuhen vorgeschrieben, sie werden durch den LfP unlimitiert bereitgestellt und sind im Materialbeitrag der Studierenden stets enthalten.

Der Atemschutz beim Laminieren in der Kunststoffwerkstatt wird durch eine Absauganlage sichergestellt, welche die Luft aus der Werkstatt abführt und stetig Frischluft – im Winter auch beheizt – zuführt, so dass eine Luftzirkulation die giftigen Dämpfe stetig abführt. Die Abluftanlage wurde von der Abteilung für Arbeitssicherheit der RWTH für diesen Zweck und Ort konzipiert. Darüber hinaus müssen in der Kunststoffwerkstatt keine Filtermasken getragen werden. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass langärmelige Arbeitskleidung getragen wird, um Hautkontakt zu Kunststoffen und Lösemitteln zu vermeiden. Bei den Schleifarbeiten mit GFK Materialien ist insbesondere auf Vermeidung von Hautkontakt mit dem Schleifstaub zu achten, da dieser Staub Glasfaserpartikel freisetzt, die die Haut reizen können; dies ist keine „echte“ allergische Reaktion, kann aber bei empfindlichen oder vorbelasteten Personen zu Rötungen und Reizungen führen. Hier haben die Kursteilnehmer selbst für langärmelige Kleidung bzw. Schutzoveralls (z.Bsp. Einweg-Lackierkombi) zu sorgen, die es zum Beispiel im Baumarkt günstig gibt. Die Kleidung sollte nach einem Kurstermin gewaschen werden, damit sich keine Staubpartikel festsetzen können.

Personen, die gesundheitlich vorbelastet sind, zum Beispiel durch bereits bestehende Allergien, Hautkrankheiten etc. sollten generell nicht mit Flüssigkunststoffen, Lösungsmitteln oder Glasfasern arbeiten! Dies gilt ebenso in der Schwangerschaft. Wer Bedenken hat, ob eine Teilnahme an einem Kunststoffkurs persönlich zu verantworten ist, sollte vor der Anmeldung mit dem Kursleiter sprechen, um eventuelle Risikofaktoren abzuklären, weiterführende Schutzmaßnahmen zu verabreden oder ein alternatives Arbeitsmaterial (Bsp. Polymergips) auszusuchen.