Forschungsfeld: digital me_ein digitales Selbstportrait

  Portrait Meyer   Portrait Joost Meyer

Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich ist nicht nur aus soziokultureller Sicht ein spannendes Thema. Die persönlichen Formen die beim Modellieren nachvollzogen werden, verleihen dem Portrait seinen einmaligen Ausdruck.

Das Seminar richtet sich ausschließlich an Studierende, die bereits ein Portrait bei Herrn Meyer modelliert und abgeschlossen haben. Denn die Kernfrage dieses Seminarangebotes ist es, ob und wieweit sich analog-manuelle Erfahrungen und Methoden des plastischen Gestaltens auf digitale Techniken übertragen lassen und welche neuen Fragestellungen dadurch entstehen.

Dabei handelt sich um ein Seminarangebot mit praktischem und wissenschaftlichem Anspruch. Ziel ist es, mit wissenschaftlichen Methoden den Prozess der Übertragung manueller Techniken auf das Arbeiten mit digitalen Techniken zu untersuchen und zu analysieren. Daher sind die analogen Erfahrungen beim Erstellen eines digitalen Selbstportraits aus Ton und Gips grundlegende Voraussetzung für dieses Seminarangebot.

Das Modellieren mit digitalen Techniken erfordert eine spezifische Wahrnehmung und zeigt neue Möglichkeiten im Verfahren, den Ausdrucksmöglichkeiten und des räumlichen Denkens!

Vorkenntnisse und Erfahrungen in CAD-Programmen sind hilfreich oder werden selbstständig erarbeitet. Die spezifische Herangehensweise mit den Programmen (Rhino, und Co.) wird innerhalb der Praxisbausteine thematisiert.

Die schriftliche Reflexion des Gestaltungsprozesses bildet einen wichtigen Teil des Datenmaterials für die theoretische Auseinandersetzung. Weitere Erkenntnisse entstehen durch die Bearbeitung eines individuellen Vertiefungsthemas im theoretischen Teil der Seminaraufgabe.

Theorie- und Praxisbausteine werden immer mittwochs im Steinhof erarbeitet und begleiten die eigenständige Bearbeitung der Forschungsfrage.

Am Ende werden die manuell und digital erstellten Selbstportraits mit Hilfe von Fragebögen wissenschaftlich untersucht und beschrieben. Die Kriterien der Fragebögen basieren auf dem Befragungsverfahren der Delphi Methode, als vergleichende Schätzmethode. (Descriptive Quality Method, WZL Aachen) https://de.wikipedia.org/wiki/Delphi-Methode

Zielsetzung ist die Annäherung an die Kernfrage, ob mit Hilfe dieser Fragebögen eine Übertragung manuell erworbener Kompetenzen in der digitalen Anwendung nachzuvollziehen und vergleichbar sind und welche weiterführenden Fragen und Probleme dabei auftauchen.

Durch die Auseinandersetzung mit der eigenen plastischen Arbeit und deren wissenschaftlichen Beschreibung hat jeder Studierende die Möglichkeit, an das Thema des selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens im übersichtlichen Rahmen herangeführt zu werden.

Betreuer: Joost Meyer

 

Galerie Digital Me 1

 

Galerie Digital Me 2